Häufig gestellte Fragen

 

Für welche Leitungen ist das Schlauchlining-System „F-Liner“ gedacht?

Das System wurde für den Einsatz in Freispiegel-Grundleitungen konzipiert. Einsatzbereich sind Abwasserleitungen in Liegenschaften wie z. B. Hausanschlußleitungen vom Gebäude zum öffentlichen Kanal sowie Dach- oder Flächenentwässerungen. Weiterhin eignet sich das System zur Auskleidung von Straßenentwässerungen oder Entwässerungsleitungen innerhalb von industriellen Komplexen. Renoviert werden können sowohl horizontal verlegte Leitungen als auch Fall-Leitungen.

 

Welche Funktionen werden erreicht?

Die alte Leitung wird renoviert. Das System stellt sowohl die statische Tragfähigkeit als auch die Dichtheit defekter Grundleitungen dauerhaft wieder her.

 

Welche Langzeiterfahrungen existieren für das System?

Die Technik wird seit etwa 9 Jahren erfolgreich in Dänemark und seit einigen Jahren auch in Schweden und Norwegen eingesetzt. Derzeit werden in diesen drei Ländern mit zahlreichen Anlagen zwischen 50 und 100 Kilometer F-Liner pro Jahr installiert. In Dänemark hat das System in der Praxis bereits Gewährleistungszeiträume von 5 Jahren erfolgreich bestanden.

 

Gibt es eine Zulassung?

Das System ist im Besitz einer DIBT Zulassung (http://www.bluelight-gmbh.de/zulassung/). Für die Schweiz ist eine Quik Zulassung in Vorbereitung.

 

Wie sieht es mit Gütesicherung aus?

Bluelight empfiehlt dem Kunden eine Mitgliedschaft und den Erwerb und Unterhalt des Gütezeichens der Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau. Bluelight wird den Kunden hierbei unterstützen, indem ein Handbuch zur Erlangung des Gütezeichens kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.

 

Welche Nutzungsdauer ist anzunehmen?

Es handelt sich um ein Schlauchliningsystem, welches als Renovationsverfahren eine Nutzungsdauer von ca. 50 Jahren sicher stellt. Im Rahmen der Erst- und Eignungsprüfung wurde ein normierter 10.000 Stundentest durchgeführt, der die Alterung des Kunststoffs nach 50 Jahren simuliert. Die darin ermittelten Werkstoffkennwerte sind Grundlage der statischen Berechnung des Schlauchliners.

 

Wie hoch ist der Effizienzvorteil des Bluelight-Systems gegenüber Epoxidharz-Systemen?

Bei vergleichbaren Materialkosten ermittelt sich der Effizienzvorteil direkt durch die höhere Einbaugeschwindigkeit. Epoxidharz-Systeme haben in der Regel längenunabhängige Heizzeiten von mehreren Stunden. Der F-Liner härtet - je nach Installationslänge - durch LED Licht in wenigen Minuten bis zu maximal einer dreiviertel Stunde aus. Das System ist mindestens doppelt so schnell wie herkömmliche warmhärtende Systeme. Je nach Aufgabenstellung und insbesondere bei kurzen Sanierungsstrecken kann der Effizienzvorteil aber auch drei, vier oder fünfmal so hoch sein.

 

Entstehen bei der Renovation Geruchsbelästigungen?

Nein, das System verwendet ein styrolfreies Vinylesterharz. Das Harz kann kennzeichnungsfrei transportiert werden, es ist unbedenklich und riecht nicht. Da das System mit LED-Licht härtet, sind auf der Baustelle auch keine Wasserdampf-Emissionen vorhanden.

 

Müssen immer vorimprägnierte Liner bestellt werden oder kann auch dezentral imprägniert werden?

Der Kunde kann wählen, ob er Liner vorimprägniert beziehen möchte oder ob er Liner auf der Baustelle oder in einer eigenen stationären Imprägnierung tränken möchte.

 

Wie wird bestellt?

Kunden erhalten einen Zugang zu einem Onlinestore in dem sowohl imprägnierte F-Liner als auch trockene F-Liner mit Harz in Gebinden bestellt werden können. Weiterhin können über den Onlinestore auch Zusatzmaterialien wie Preliner oder Stützschläuche sowie Ersatzteile für die Gerätetechnik bezogen werden.

 

Wie lang ist die Haltbarkeit vorimprägnierter Liner? Was ist bei der Lagerung zu beachten?

Vorimprägnierte Liner sind dunkel und gegen Licht geschützt zu lagern, um eine vorzeitige Reaktion auszuschließen. Die Haltbarkeit eines vorimprägnierten Liners hängt stark von der Temperatur während der Lagerung ab. Bei Kühlung der Liner unter 10 Grad Celsius können Liner bis zu 3 Monate ohne Qualitätsverlust gelagert werden, bevor sie eingebaut werden. Im Temperaturbereich von 20 Grad Celsius kann der Liner von Imprägnierung bis Einbau bis zu einem Monat gelagert werden. Bei Temperaturen von 25 Grad Celsius beträgt die Lagerzeit eine Woche. Bei Temperaturen ab 30 Grad Celsius wird der Liner nach wenigen Tagen schadhaft. Eine Aufbewahrung imprägnierter Liner bei Temperaturen über 25 Grad Celsius ist daher zu vermeiden.

 

Wie äußern sich Schäden am Liner, wenn der imprägnierte Liner zu warm gelagert wurde?

Die TPU Innenbeschichtung von imprägnierten und noch nicht ausgehärteten F-Linern nimmt in Abhängigkeit der Umgebungstemperatur Harzanteile auf. Dieser Prozeß ist um so ausgeprägter, je höher die Umgebungstemperatur ist. Die Aufnahme von Harzanteilen im TPU Coating führt zu einer Volumenzunahme der Innenbeschichtung, weshalb diese bei zu langer und zu warmer Lagerung wellig wird. Es kommt dann zu optischen Auffälligkeiten des noch nicht eingebauten Materials.

 

Ist dieser Effekt auch bei installierten Linern im Rohr relevant?

Nein, sobald der Liner im Rohr ausgehärtet wurde, polymerisieren Harz und Lösungsmittel zu einem dauerhaft ausgehärteten Kunststoff. Reaktionen des TPU Coatings mit einem ausgehärteten Laminat sind nicht mehr möglich.

 

Was muß bei der Imprägnierung auf der Baustelle beachtet werden?

Das styrolfreie Vinylesterharz wird bereits gemischt in Gebinden geliefert. Wenn ein Kunde darauf eingerichtet ist, kann er alternativ Harz auch im IBC beziehen. Es sollte bei ca. 21 Grad Celsius +-3 Grad Celsius imprägniert werden. Wichtig ist die Imprägnierung in einem klimatisierten und geschlossenen Raum ohne den Wellenlängenbereich des blauen Lichts (ca. 450 nm). Praktisch sollte an Türen oder Ladeöffnungen ein lichtdichter Vorhang angebracht sowie an ggf. vorhanden Scheiben eine Filterfolie aufgeklebt werden. Weiterhin sollten zur Beleuchtung im Bereich der Imprägnierung und Linerkonfektionierung spezielle Leuchtmittel zur Anwendung kommen (z. B. Orizon 12V 1022mm LED Innenraumleuchte 48LEDs in einer Metolight ASR-G10-120-T8, gold, 520 nm, UV-Filterröhre, 1200mm lang). Die Menge Harz pro Meter muß genau abgewogen werden, da der Liner bei zuviel eingepumptem Harz pro Meter bereits bei der Imprägnierung überdehnt werden kann. Zuwenig Harz pro Meter führt zu unterharzten Stellen und kann später zu weichen Stellen im ausgehärteten Liner führen. Jeder Kunde erhält eine detaillierte Imprägnieranweisung. Die Imprägnierung hat unter Vakuum sowie über Kalibrierwalzen mit verstellbarem Walzenabstand zu erfolgen.

 

Bestehen Gesundheitsrisiken bei Imprägnierung und Einbau?

Bei der Imprägnierung und weiteren Verarbeitung der F-Liner sollte ein direkter Kontakt von Harz und Haut vermieden werden. Hierzu sollten geeignete Schutzhandschuhe und Schutzbrillen getragen werden. Allergien wie gegen Epoxidharzharze sind in Verbindung mit dem beim F-Liner verwendeten styrolfreien Vinylesterharz bisher nicht bekannt.

 

Wie lagern wir imprägnierte F-Liner optimal?

Hier muß unterschieden werden zwischen der dezentralen (mobilen) Lagerung auf dem Sanierungsfahrzeug und der zentralen Lagerung z. B. auf einem Baubetriebshof: Auf dem Sanierungsfahrzeug ist der imprägnierte PAA-F-Liner in einer lichtdichten Box bei 20°C zu lagern. Die Box sollte über einen Akkupack klimatisiert werden, damit die Temperatur auch gehalten wird, wenn das Fahrzeug nachts oder am Wochenende nicht in Betrieb ist. Die zentrale Lagerung sollte lichtdicht und gekühlt unter 10 Grad Celsius erfolgen, um die maximale Lagerstabilität von 3 Monaten zu erreichen.

 

Wie wird der F-Liner eingebracht?

Der F-Liner wird mit Luftdruck (pneumatisch) inversiert.

 

Welche Technik wird zum Einbringen benötigt?

Zur Inversion können herkömmliche Inversionstrommeln verwendet werden. Bei Integration herkömmlicher Druckbehälter und eigener Bögen mit Storzkupplung wird ein Adapter von Storz auf Camlock benötigt, der zusammen mit den Komponenten bestellt werden kann. Wichtig ist, daß der imprägnierte Liner zu jeder Zeit vor Sonnenlicht geschützt wird. Daher sind lichtdichte Druckbehälter zu verwenden. Bei Inversionstrommeln mit Sichtfenster ist das Fenster auf der Außenseite mit einer Folie zu bekleben, die den Wellenlängenbereich des blauen Lichts herausfiltert. Inversionstrommeln stellen nach unserer Auffassung die optimale Art der Einbringung dar, weil die Inversion damit langsam und kontinuierlich gesteuert werden kann.

 

Können wir auch mit Linergun arbeiten?

Eine Linergun ist insofern kritisch, da der Liner in der Zuführung zur Gun in der Regel frei liegt und somit dem Sonnenlicht ausgesetzt wird. Sie ist daher aus unserer Sicht nicht empfehlenswert.

 

Welche Temperatur ist zum Einbringen ideal?

Der F-Liner sollte für optimale Sanierungsergebnisse zum Einbau eine Eigentemperatur von 20 Grad Celsius +- 2 Grad Celsius haben. Kältere Einbautemperaturen reduzieren die Flexibilität bei der Inversion von Harz und TPU-Coating, was zu einem schlechteren Inversionsverhalten in engen Bögen sowie vermehrten Falten auf Bogeninnenseiten führen kann.

 

Wie härtet der F-Liner?

Der F-Liner härtet mit blauem Licht in der Wellenlänge 450nm. Dieses Spektrum ist ein Teil des Tageslichts. Die LED’s verwenden exakt diese Wellenlänge. Im Harz ist ein weltweit patentierter Photoinitiator eingemischt, der genau auf diese Wellenlänge reagiert.

 

Welche Drücke werden bei Inversion und Aufstellen der Liner verwendet?

Der Liner wird mit Drücken bis zu 1,5 Bar inversiert und zwischen 0,5 und 0,9 Bar aufgestellt und gehärtet. Bei zu hohen Aufstelldrücken besteht ein Risiko, dass der Linerkopf oder der Kopf des Silikonstützschlauches aufplatzt. Der zum Einstülpen erforderliche Inversionsdruck hängt vom verwendeten Inversionsequipment (Trommel, Kanonenschläuche, Bögen) ab. Genaue Anweisungen finden sich im Handbuch.

 

Ist ein Einbau mit offenem Ende möglich?

Ja, das System kann sowohl von Schacht zu Schacht als auch von nur einem Schacht eingesetzt werden. Der Liner kann mit geschlossenem Ende inversiert werden und der Kopf anschließend abgefräst werden. Es besteht auch die Möglichkeit, unter Verwendung eines lichtdurchlässigen und armierten Silikon-Innenstützschlauches offene Enden herzustellen.

 

Ist ein Einbau ohne Preliner möglich?

Ein Einbau ohne Preliner ist technisch grundsätzlich möglich. Allerdings ist das nur zulässig, wenn die zu renovierende Leitung außerhalb von Grundwasser, frei von wasserführenden Seitenzuführungen und ohne stärkere Ausbrüche ist, welche ein unkontrolliertes Entweichen von Harz verursachen können. Grundsätzlich ist der Einsatz eines Preliners eine qualitätsverbessernde Maßnahme.

 

Ist ein Einbau im drückenden Grundwasser möglich?

Ja, ein Einbau gegen drückendes Grundwasser ist grundsätzlich möglich. Hier ist dann aber unbedingt zwingend ein Preliner zu verwenden. Weiterhin ist die Installation ebenfalls zwingend nur unter Verwendung der Seitenzuführung durchzuführen), damit das Gesamtsystem von der Inversion bis zur Aushärtung immer unter Überdruck gehalten wird. Nicht vorübergehend abstellbare Seitenanschlüsse mit starkem Wasserzutritt auf der zu renovierenden Trasse sind technisch wie drückendes Grundwasser einzustufen. 

 

Welche Nennweiten sind möglich?

Das System hat eine DIBT-Zulassung in den Nennweiten von DN100mm bis 300mm. Wirtschaftlich ist das System vor allem in den Nennweiten DN100mm bis 200mm, also dem klassischen Grundleitungsbereich. Bei darüber hinausgehenden Nennweiten wird der Materialanteil des styrolfreien Vinylesterharzes gegenüber UP-Harz-Systemen zu hoch, weshalb Nennweiten größer DN200mm in Ausnahmen sinnvoll sein können, wenn im Rahmen eines Gesamtauftrags vieler Leitungen von DN100 bis 200 einige kurze Stücke in DN250 mit zu renovieren sind. Das System zielt jedoch im Schwerpunkt nicht auf die Renovation von Haltungen ab DN250 und darüber. Hier sind klassische UP-Harz-Systeme in der Regel wirtschaftlicher.

 

Verklebt der F-Liner mit dem Altrohr?

Der F-Liner zielt nicht auf eine Verklebung mit dem Altrohr. Der F-Liner kleidet das Altrohr formschlüssig aus. Wird er mit Preliner eingebaut, wird eine Verklebung technisch sicher unterbunden. Wird er ohne Preliner eingebaut, können bereichsweise Klebeeffekte durch Überschußharz entstehen. Die von einigen Marktteilnehmern behauptete vollflächige Verklebung ist nach unserer Auffassung jedoch auch bei Epoxid-Systemen in der Praxis technisch höchst fragwürdig, da eine sichere und belastbare Klebewirkung in Bestandsleitungen nur zu erzielen wäre, wenn der Bestandskanal vollkommen frei von allen Trennmitteln wie Sielhaut oder Fetten wäre und vor Inversion vollflächig ein frischer Haftgrund gefräst würde. Derartige Randbedingungen sind in der Praxis wirtschaftlich jedoch nicht herzustellen und in der Regel nicht anzutreffen.

 

Verklebt der F-Liner mit dem F-Liner?

Wenn ein F-Liner mit offenem Ende in eine Seitenleitung inversiert wird, die auf eine Sammelleitung mündet, welche bereits mit einem F-Liner ausgekleidet wurde, so gehen die beiden Liner durch das Überschußharz des zuletzt inversierten F-Liners eine Klebeverbindung ein. Voraussetzung dafür ist allerdings ein sauberer Anschlußbereich.

 

Wie lange dauert eine Installation?

Das System härtet mit Zuggeschwindigkeiten zwischen 0,30 und 1,33 m/min aus. Details finden sich unter: http://www.bluelight-gmbh.de/lichtquellen/ Die Härtung einer Installation hängt neben Nennweite und eigesetzter Lichtquelle maßgeblich von der Länge des Einbauabschnitts ab. Übliche Grundleitungslängen sind in der Regel meistens deutlich unter einer halben Stunde ausgehärtet. Dazu kommt noch der Zeitaufwand für Vor- und Nachbereitung, wie ggf. die Imprägnierung vor Ort (wenn keine vorimprägnierten Liner verwendet werden), das Ablängen des Liners und Auftrommeln im Druckbehälter, ggf. die Inversion des Preliners, die Inversion des F-Liners, ggf. die Inversion des Stützschlauches bei Einbau mit offenem Ende sowie das manuelle Schneiden von Linerenden am Schacht oder mit Roboter im Rohr. Der gesamte Einbau mit Vor- und Nachbereitung ist in der Regel fast immer unter einer Stunde möglich.

 

Welche Bögen sind möglich?

Hier muß unterschieden werden zwischen der Fähigkeit des Liners, Bögen möglichst faltenfrei auszukleiden und der Notwendigkeit, den LED Kopf vor der Aushärtung manuell bis zum Ende der Linerinversion zu schieben.
1. Fähigkeit des Liners, Bögen möglichst faltenfrei auszukleiden: Bögen bis 30 Grad: faltenfrei auf der Bogeninnenseite, 45 Grad Bögen: geringfügige Falten auf der Bogeninnenseite können entstehen, 90 Grad Bögen: Falten werden auf der Bogeninnenseite entstehen. Beispiele praktisch erzielter Ergebnisse: http://www.bluelight-gmbh.de/ergebnisse/
2. Vorschub des LED Kopfs: Grundsätzlich ist der kleine LED-Kugelkopf bogengängig bis 90 Grad im DN100mm. Limitierender Faktor für einen erfolgreichen Vorschub des kleinen LED Kugelkopfs kann jedoch ein mehrfach stark abgewinkelter Trassenverlauf sein, da die Versorgungsleitung bei jeder Krümmung Reibung erfährt und der manuelle Vorschub bei mehreren starken Bögen eingeschränkt bis eventuell nicht mehr möglich sein kann. Bei Unsicherheit auf der Baustelle kann ein Vorschubversuch des LED Kopfs zunächst probeweise nach Installation des Preliners durchgeführt werden, bevor der Schlauchliner inversiert wird.

 

Welche Längen sind möglich?

Die Einbaulängen ergeben sich aus der Versorgungslänge der Einbaueinheit. Die kleine Einbaueinheit hat etwa 40 Meter Versorgungslänge, die große Einbaueinheit hat etwa 50 Meter Versorgungslänge. Von diesen Längen ist der individuelle Abstand zwischen Einbaueinheit und Rohranfang abzuziehen (z. B. die Schachttiefe). Sind zwei Schächte vorhanden, ist es grundsätzlich möglich, mit zwei Einbaueinheiten von zwei Seiten zu arbeiten, um die doppelte Versorgungslänge renovieren zu können. Hierbei muß das System jedoch fortwährend und unterbrechungsfrei unter Überdruck gehalten werden. Beim Einbau mit Silikon-Stützschlauch und offenem Ende sollten Gesamtlängen unterhalb von 25m gewählt werden, da das Entfernen des Stützschlauches sonst zum Risiko werden kann. Bei Erfordernis längerer Strecken mit offenem Ende empfiehlt sich ein Einbau mit geschlossenem Ende mit anschließender Öffnung des geschlossenen Endes durch einen Fräsroboter.

 

Sind Nennweitenwechsel möglich?

Der PAA-F-Liner kann bei Einbau mit geschlossenem Ende (ohne Stützschlauch) eine radiale Überdehnung bis zu 133% des Nenndurchmessers realisieren. Es ist auf diese Art ein Nennweitensprung in einer auszukleidenden Leitung mit ein und demselben Liner möglich. Ein Liner DN100mm kann bis DN125mm aufgeweitet werden, ein Liner DN125mm bis DN150mm, ein Liner DN150mm bis DN200mm, ein Liner DN200mm bis DN250mm. Bei der Überdehnung ist zu beachten, daß die Wanddicke proportional mit der Überdehnung abnimmt. Ein Liner DN150mm mit 4,5mm Wanddicke wird bei Überdehnung auf DN200mm nur noch ca. 150/200x4,5mm=3,4mm Wandstärke aufweisen. Der PAA-F-Liner kann bei Einbau mit offenem Ende (mit Silikon-Stützschlauch) eine radiale Überdehnung bis zu 125% des Nenndurchmessers realisieren. Es ist auf diese Art nicht in allen Nennweiten ein Nennweitensprung in einer auszukleidenden Leitung mit ein und demselben Liner möglich. Ein Liner DN100mm kann bis DN125mm aufgeweitet werden, ein Liner DN125mm bis DN150mm, ein Liner DN200mm bis DN250mm. Nicht sicher möglich ist der Nennweitensprung von DN150 auf DN200mm, da hier 133% Überdehnung erforderlich sind. Bei der Überdehnung ist zu beachten, daß die Wanddicke proportional mit der Überdehnung abnimmt. Ein Liner DN125mm mit 4,5mm Wanddicke wird bei Überdehnung auf DN150mm nur noch 125/150x4,5mm=3,8mm Wandstärke aufweisen. Bei Überdehnung mit offenem Ende ist immer der Silikon-Stützschlauch der größeren Nennweite zu verwenden (also bei Überdehnung von DN125mm auf DN150mm der Silikon-Stützschlauch DN150mm).

 

Können wir mit dem F-Liner unsere Epoxidharz-Systeme vollständig ersetzen?

Nein, es gibt in der Renovation von Grundleitungen Aufgabenstellungen, die der F-Liner aktuell nicht lösen kann. Zu nennen sind hier mehrere Nennweitensprünge in einer Leitung oder mehrere sehr enge Bögen hintereinander. Für diese gelegentlichen Aufgabenstellungen sollte auch weiterhin ein Epoxidharz-System vorhanden sein. Wir empfehlen daher die Integration der Bluelight Technik in eine bestehende 2-K Anlage.

 

Können wir bereits vorhandene Kompressoren und Stromversorger verwenden?

Ja, allerdings sollte der Kompressor eine Mindestleistung von 1400l/min bei 7 Bar und eine nachgeschaltete Kühlung und Trocknung haben, da die Druckluft zum Kühlen des LED Kopfs benutzt wird und ohne Trocknung schädliche Taupunkteffekte entstehen können. Kühlung und Trocknung kann in der Regel bei Herstellern von Kompressoren nachgerüstet werden. Bei größeren Längen ab DN200mm sind zur Inversion der Liner Kompressoren mit einer höheren Mindestleistung als 1400l/min bei 7 Bar erforderlich. Das gesamte System benötigt eine Stromversorgung von 230 Volt bei 6 kW Leistung.

 

Können wir die in den LED Köpfen integrierte Kamera zur Abnahme des Schlauchliners nutzen?

Nein, dazu ist die Kamera nicht gedacht. Die in den LED Kopf integrierte Kamera dient als Arbeitskamera. Sie hilft beim Vorschub des LED Kopfs zum Linerende und dient der Kontrolle, ob der Liner vernünftig aufgestellt ist. Für Abnahmeinspektionen empfiehlt sich eine Schiebe- oder selbstfahrende autarke Kamera.

 

Was benötigen wir zur Wartung der Systemtechnik?

Die LED-Köpfe sind regelmäßig zu reinigen. Hierzu erhält der Kunde ein Reinigungsset und eine Anleitung, wie die regelmäßige Reinigung durchzuführen ist.

 

Können wir alle Wartungsarbeiten selber durchführen?

Nein, die LED Köpfe müssen das erste Mal nach 50 Betriebsstunden überprüft werden. Danach sollte eine Überprüfung alle 150 Betriebsstunden wiederholt werden. Hierzu ist die Einbaueinheit zum Service zu schicken, um die Lichtintensität zu messen. Die Betriebsstunden des Kopfs können an der Einbaueinheit abgelesen werden.

 

Was passiert bei unzureichender Lichtintensität?

Die LED’s werden innerhalb des Services ersetzt.

 

Wie lange ist die Lebensdauer der LED’s?

Bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Reinigung der LED Köpfe ist ein Tausch der Lichtquellen nicht vor 200 Betriebsstunden zu erwarten.

 

Welche Unterstützung erhalten wir, wenn wir die Anlagentechnik kaufen?

Im Kaufpreis der Anlagentechnik ist eine Einführung der Mitarbeiter des neuen Kunden enthalten. Hierfür wird ein Service- und Anlagentechniker die Mitarbeiter des neuen Anwenders 10 Arbeitstage auf Baustellen unterstützen.

 

Haben Sie Fragen, die hier nicht beantwortet wurden? Dann kontaktieren Sie uns unter info‎@‎bluelight-gmbh.de und wir werden auf Ihr Anliegen eingehen.